Wie baut man ein Laufrad für ein kleinwüchsiges Kind um?

Besonders Papa Punkt hat sich sehr gewünscht, dass unser Pünktchen sich schon früh an einem Laufrad probieren kann. Also hat er sich an die Recherche gemacht, welches geeignet sein könnte. Das Problem ist: Standardmäßig sind erst einmal alle zu hoch für Pünktchens kurze Beine. Ein Umbau ist also in jedem Fall nötig.

Für das Run 8“ von Kettler haben wir uns dann entschieden, weil es eh schon niedrig ist und der Umbau besonders einfach ist.

Eine gute Alternative ist z.B. das woom 1. Ich glaube allerdings, dass für Kinder mit kurzen Beinen da das Auf- und Absteigen schwieriger ist.

Die Faustregel für die Sattelhöhe ist Schrittlänge minus 2 cm (die Schrittlänge misst man innen am Bein vom Schritt bis zur Fußsohle). Die Sattelhöhe des Run 8“ beginnt bei 28 cm – für Pünktchen war das noch deutlich zu hoch. Um den Sattel entsprechend tiefer setzen zu können, mussten wir sowohl die Aufnahme kürzen als auch die Sattelstange selbst, da sie sonst nicht mehr weit genug in die Aufnahme reinpasst.

Papa Punkt war sehr enthusiastisch und wollte das zuerst gerne ohne Hilfsmittel mit dem Dremel auf unserem Balkon machen, aber lasst euch von der metallbauerfahrenen Mama Punkt sagen: Ohne Schraubstock wird das nix. Das wird bestenfalls sehr schief, weil ihr euer Werkstück nicht unter Kontrolle habt, und im schlimmsten Fall macht ihr irgendetwas oder irgendwen dabei kaputt. Also bitte macht es ordentlich.

Die Aufnahme muss nicht nur gekürzt werden, sondern braucht auch wieder einen Schlitz (eben so, wie es vorher auch aussah), damit sich die Sattelstange auch einspannen lässt.

Das fertige Laufrad ist in einen Schraubstock eingespannt. Man sieht die Aufnahme für die Sattelstange von hinten.
Der Schlitz muss nicht perfekt aussehen – Funktion ist alles! 😉

Ihr braucht also:

  • Werkbank mit Schraubstock
  • Metallsäge oder Trennschleifer zum Kürzen
  • Metallbohrer für den Schlitz
  • Säge oder besser: kleinen Trennschleifer für den Schlitz
  • Feile zum Entgraten

Insgesamt ist der Umbau nicht sehr aufwendig, aber man sollte jemanden kennen, der oder die das entsprechende Werkzeug zur Verfügung stellen kann.

Fazit:

Wir sind alle drei sehr zufriedent mit dem Ergebnis. Tatsächlich hätte der Sattel in unserem Fall aber auch ein paar Zentimeter höher sein können. Besorgt haben wir das Laufrad nämlich schon, als Pünktchen erst knapp zwei Jahre alt war – aber richtig damit fahren kann er erst jetzt, mit zweieinhalb.

Wenn das Laufrad irgendwann doch mal zu klein werden sollte, wird sich bestimmt eine andere Familie mit einem kleinwüchsigen Kind darüber freuen!

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